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Poker Regeln: Welche Hand gewinnt
Laut Poker Regeln gewinnt, wer am Ende die beste Hand aus fünf Karten zeigt oder als Letzter übrig bleibt, weil alle anderen ausgestiegen sind.
Die Reihenfolge von oben: Royal Flush, Straight Flush, Vierling, Full House, Flush, Straße, Drilling, zwei Paare, ein Paar, höchste Karte.
Je seltener eine Hand, desto höher steht sie. Wie selten, haben wir für alle 133.784.560 Kombinationen aus sieben Karten ausgezählt, die es beim Texas Hold’em geben kann: zur Tabelle, die es auch als Spickzettel zum Ausdrucken gibt.
- Alle Blätter selbst ausgezählt
Geprüft am Rechtsstand: Mathematik · Poker-TDA-Regeln 2026 · § 22b GlüStV 2021
Warum der Flush die Straße schlägt
Welche Hand gewinnt?
Die mit dem höheren Rang in der Liste unten. Gewertet werden immer genau fünf Karten.
Beim Texas Hold’em suchst du sie dir aus deinen zwei eigenen und den fünf offenen Karten in der Mitte aus, egal wie viele davon deine eigenen sind.
| Hand | 5 Karten | Hold’em |
|---|---|---|
| 1. Royal Flush A♠ K♠ D♠ B♠ 10♠ Ass, König, Dame, Bube und Zehn in einer Farbe | 0,0002 % | 0,003 % |
| 2. Straight Flush 9♥ 8♥ 7♥ 6♥ 5♥ fünf Karten in Folge und in einer Farbe | 0,001 % | 0,03 % |
| 3. Vierling 7♣ 7♦ 7♥ 7♠ K♦ vier Karten gleichen Werts | 0,02 % | 0,17 % |
| 4. Full House D♠ D♥ D♦ 4♣ 4♠ ein Drilling und ein Paar | 0,14 % | 2,6 % |
| 5. Flush K♦ B♦ 9♦ 6♦ 3♦ fünf Karten einer Farbe | 0,20 % | 3,0 % |
| 6. Straße 8♣ 7♦ 6♠ 5♥ 4♣ fünf Karten in Folge, Farben gemischt | 0,39 % | 4,6 % |
| 7. Drilling 5♠ 5♥ 5♦ A♣ 9♠ drei Karten gleichen Werts | 2,1 % | 4,8 % |
| 8. Zwei Paare B♣ B♦ 8♠ 8♥ A♦ zwei verschiedene Paare | 4,8 % | 23,5 % |
| 9. Ein Paar 10♥ 10♠ K♣ 7♦ 2♥ zwei Karten gleichen Werts | 42,3 % | 43,8 % |
| 10. Höchste Karte A♦ D♣ 9♠ 6♥ 3♣ nichts davon, es zählt die höchste Karte | 50,1 % | 17,4 % |
A steht für Ass, K für König, D für Dame, B für Bube. Die Anteile sind eine eigene Auszählung aller 2.598.960 Blätter aus fünf Karten und aller 133.784.560 Kombinationen aus sieben Karten, bei denen die beste Fünf-Karten-Hand zählt.
Bei fünf Karten bekommst du ein Full House in einem von 694 Blättern, einen Royal Flush in einem von 649.740.
Mit sieben Karten werden alle Hände häufiger außer der höchsten Karte, und die ist dann sogar seltener als zwei Paare. Ganz unten steht sie trotzdem, denn verglichen werden fünf Karten, und jedes Paar schlägt eine Hand ohne Paar.
Die Rangfolge zum Ausdrucken
Alle zehn Hände mit Beispielen, der Ablauf einer Runde Texas Hold’em und die Regeln bei Gleichstand auf einer A4-Seite. Gedacht für die ersten Abende am Tisch, bis du die Reihenfolge im Kopf hast.
Wer gewinnt bei gleicher Hand?
Der mit den höheren Karten in dieser Hand, danach der mit den höheren Beikarten. Ein Paar Könige schlägt ein Paar Damen.
Haben beide ein Paar Könige, entscheidet die höchste übrige Karte, der Kicker, und ist die gleich, die nächste. Bei den anderen Händen gilt:
- Bei zwei Paaren zählt zuerst das höhere Paar, dann das niedrigere, dann die fünfte Karte.
- Beim Full House entscheidet der Drilling.
- Bei Straße und Straight Flush entscheidet die höchste Karte.
Zählt das Ass hoch oder niedrig?
Beides. Das Ass ist die höchste Karte, darf in einer Straße aber auch unten stehen: A-2-3-4-5 ist die niedrigste Straße. Um die Ecke geht es nicht, D-K-A-2-3 ist keine Straße.
Und wenn alles gleich ist?
Dann wird der Pot geteilt. Die Farben haben beim Poker keinen Rang, ein Herz-Flush schlägt keinen Pik-Flush.
Bleibt beim Teilen ein Chip übrig, bekommt ihn nach den Regeln der Poker TDA der erste Spieler links vom Dealer-Button.
Wie läuft eine Runde Texas Hold’em?
Jeder bekommt zwei verdeckte Karten, in die Mitte kommen nach und nach fünf offene, und dazwischen wird viermal gesetzt.
Vor dem Geben legen die beiden Spieler links vom Dealer-Button Pflichteinsätze in den Pot: den Small Blind und den meist doppelt so hohen Big Blind. Der Button wandert nach jeder Hand einen Platz weiter, so zahlt jeder reihum.
Von den ersten Karten bis zum Showdown
| Vor dem Flop | Jeder hat seine zwei Karten. Es beginnt, wer links vom Big Blind sitzt. |
|---|---|
| Flop | Drei offene Karten kommen in die Mitte. Ab jetzt beginnt der Erste links vom Button, der noch dabei ist. |
| Turn | Die vierte offene Karte, danach die dritte Setzrunde. |
| River | Die fünfte und letzte offene Karte, danach die letzte Setzrunde. |
| Showdown | Sind noch mindestens zwei dabei, werden die Karten aufgedeckt. Zuerst zeigt, wer in der letzten Runde zuletzt gesetzt oder erhöht hat. Es gewinnt die beste Hand aus fünf der sieben Karten. |
Ablauf und Showdown nach den Turnierregeln der Poker TDA, Fassung 2026.
Was du tun kannst, wenn du dran bist
- Hat in dieser Runde noch niemand gesetzt, kannst du schieben (Check) oder setzen (Bet).
- Liegt schon ein Einsatz, gehst du mit (Call), erhöhst (Raise) oder steigst aus (Fold).
Wer aussteigt, verliert, was er bis dahin in den Pot gelegt hat, mehr nicht. Eine Erhöhung muss mindestens so groß sein wie der höchste Einsatz oder die höchste Erhöhung davor in dieser Runde.
Was passiert bei all-in?
Setzt du alles, was vor dir liegt, bist du all-in. Gewinnen kannst du dann von jedem Gegner höchstens so viel, wie du selbst gesetzt hast.
Was die anderen zusätzlich setzen, kommt in einen Nebenpot, um den nur sie spielen.
Kann man Poker zu zweit spielen?
Ja, das heißt Heads-up. Der Spieler am Button ist dann gleichzeitig Small Blind. Er handelt vor dem Flop zuerst und danach in jeder Runde zuletzt.
Poker Regeln für Chips, Blinds und Limits
Wie viele Chips du am Anfang bekommst, legt der Veranstalter fest. Im Turnier starten alle mit demselben Stapel, und die Blinds steigen nach einem festen Zeitplan, bis nur noch einer übrig ist.
Im Cashgame tauschst du Geld gegen Chips, kannst jederzeit aufstehen, und die Blinds bleiben gleich.
Wie viel du auf einmal setzen darfst, regelt die Limit-Form:
- No-Limit: alles, was vor dir liegt.
- Pot-Limit: höchstens so viel, wie nach deinem Mitgehen im Pot liegt.
- Fixed-Limit: Die Beträge sind für jede Runde vorgegeben.
Welche Poker-Varianten gibt es?
Neben Texas Hold’em begegnen dir vor allem diese drei, alle mit derselben Rangfolge der Hände:
- Omaha: Du bekommst vier eigene Karten und musst genau zwei davon mit genau drei aus der Mitte kombinieren.
- Seven Card Stud: Es gibt keine gemeinsamen Karten, jeder bekommt sieben eigene, drei verdeckt und vier offen.
- Five Card Draw: Du hältst fünf verdeckte Karten und darfst einmal tauschen.
Wann sich Mitgehen rechnet
Wenn deine Chance auf die beste Hand größer ist als dein Anteil am Pot.
Ein Beispiel: Im Pot liegen 100, dein Gegner setzt 50. Gehst du mit, zahlst du 50, um insgesamt 200 zu gewinnen. Auf Dauer lohnt sich das nur, wenn du in mehr als 25 % der Fälle vorn liegst.
Was sind Outs?
Die Karten, die dir noch helfen. Über sie schätzt du deine Chance.
Hast du nach dem Flop vier Karten einer Farbe, fehlen dir neun Karten dieser Farbe zum Flush. Eine davon kommt am Turn mit 19,1 %, bis zum River mit 35,0 %.
Als Faustregel nimmst du die Outs nach dem Flop mal vier, nach dem Turn mal zwei. Bei vielen Outs übertreibt die Regel: Aus 15 Outs macht sie 60 %, richtig sind 54 %.
Wie oft es passiert
- ein Paar auf der Hand
- 5,9 %
- eine von 17 Starthänden
- zwei Asse auf der Hand
- 0,45 %
- eine von 221
- Drilling oder besser am Flop
- 11,8 %
- wenn du ein Paar auf der Hand hast
- Flush bis zum River
- 6,4 %
- mit zwei Karten derselben Farbe
Eigene Berechnung, alle Kombinationen ausgezählt
Die Rechnung hilft dir, weniger Fehler zu machen. Über die einzelne Hand entscheidet die nächste Karte.
Gegen die Bank spielst du beim Poker nicht. Kostenlos ist der Tisch trotzdem nicht: Die Spielbank oder der Anbieter behält einen Anteil am Pot ein oder verlangt im Turnier eine Gebühr.
Ist Poker ein Glücksspiel?
Rechtlich ja. Das Bundesverwaltungsgericht hat 2014 nicht beanstandet, dass beim Texas Hold’em für einen durchschnittlichen Spieler der Zufall überwiegt, auch wenn Können mitzählt (Urteil 8 C 26.12).
Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen schreibt in ihrem Pokererlass 2026 knapp: „Poker ist ein zufallsabhängiges Kartenspiel.“
Bei der Steuer kann es anders aussehen. Wer vom Turnierpoker lebt, betreibt unter Umständen ein Gewerbe und muss Gewinne versteuern. Wann das gilt, erklären wir bei den Steuern.
Wo du in Deutschland legal pokern kannst
In einer Spielbank, die Poker anbietet, und online bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Bayern führt Poker in seiner Spielbankordnung ausdrücklich unter den erlaubten Spielen.
Welche Regeln gelten für Online-Poker?
Die Glücksspielbehörde muss jede Variante genehmigen, bevor ein Anbieter sie zeigen darf. Sie setzt Obergrenzen, etwa wie viel Geld du an einen Tisch mitnehmen darfst und wie hoch ein Turnier-Startgeld sein darf. Dazu kommen feste Regeln (§ 22b GlüStV 2021):
- Am Tisch sitzen nur Menschen, keine Programme.
- Den Tisch lost das System zu.
- Mehrere Tische gleichzeitig sind verboten, sofern die Behörde nicht bis zu vier erlaubt.
Welche Anbieter eine Erlaubnis haben, zeigt dir die Whitelist der GGL.
Sind Pokerturniere erlaubt?
Außerhalb von Spielbanken wird es eng. Zahlst du nur ein Startgeld, das die Kosten deckt, ist das Turnier nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts kein Glücksspiel, braucht aber eine gewerberechtliche Erlaubnis.
In Nordrhein-Westfalen gilt seit Juli 2026 ein eigener Erlass: Öffentliche Pokerturniere außerhalb von Spielbanken sind dort grundsätzlich verboten, in Spielhallen immer.
Kein Glücksspiel ist ein Turnier nur, wenn das Startgeld nachweislich bloß die Kosten deckt und niemand Chips nachkaufen kann, oder wenn kein Preis mehr wert ist als das Startgeld.
Was für die private Runde mit Freunden gilt, steht bei der Rechtslage.
Quellen
Änderungsprotokoll
- Für Handys neu gegliedert: kürzere Absätze, Listen für Spielzüge, Limits, Varianten und Online-Regeln, Zwischenfragen zu Ass, Gleichstand, all-in, Outs und Turnieren.
- Erstveröffentlichung mit Erklärvideo und Spickzettel als PDF.