
Spielbank Erfurt: Warum Thüringen keine hat
Seit Ende November 2014 hat Thüringen keine Spielbank. Warum das Haus in Erfurt nie wirtschaftlich lief und was das Land seit 2022 dürfte.
Geprüft 2.11.2026
Magazin · Lotto
Deinen Lottogewinn abholen kannst du in der Regel drei Jahre lang. Eine feste Frist steht in den Teilnahmebedingungen für LOTTO 6aus49 nicht, es gilt die gesetzliche Verjährung.
Wer nie kommt, verliert den Gewinn. Das Geld fließt dann zum Beispiel in Sonderauslosungen.
Geprüft am Rechtsstand: §§ 195, 199 BGB · Teilnahmebedingungen LOTTO 6aus49 der Länder
Drei Jahre sind die Regel. Die Teilnahmebedingungen, die wir aus fünf Ländern gelesen haben, setzen keine eigene Frist. Sie verweisen auf die gesetzlichen Regeln zur Verjährung.
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch verjährt ein Anspruch in drei Jahren (§ 195 BGB). Die Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Gewinn entstanden ist und du davon wusstest oder ohne grobe Fahrlässigkeit hättest wissen müssen (§ 199 BGB).
Für eine Ziehung im Oktober 2026, von der du gleich erfährst, hieße das: Zeit bis Ende 2029. Ob du von dem Gewinn wusstest oder nicht, nach zehn Jahren ist in jedem Fall Schluss.
Nein, jedenfalls nicht in den Regelwerken, die wir gelesen haben. Kurze Fristen gibt es dort nur für die Kundenkarte: Holst du einen Gewinn nicht ab, wird er nach einigen Wochen von selbst überwiesen.
Prüf deine Zahlen trotzdem nach jeder Ziehung. Wer die Quittung erst Jahre später wiederfindet, muss sie noch lesbar vorlegen können.
Kleine Gewinne zahlt die Annahmestelle gegen die Spielquittung aus, größere überweist die Lottogesellschaft. Wo die Grenze liegt, regelt jedes Land selbst:
| Land | Annahmestelle | Darüber |
|---|---|---|
| Berlin | bis 500 € in jeder Annahmestelle | Überweisung, über 5.000 € mit Namen |
| Niedersachsen | bis 500 €, auch in der Zentrale | Überweisung |
| Nordrhein-Westfalen | bar bis 250 €, nach Ermessen bis 1.000 € | Überweisung, über 20.000 € über die Lottogesellschaft |
| Thüringen | bis 1.000 € in jeder Annahmestelle | Überweisung, mit Namen |
In Niedersachsen muss die Annahmestelle nur Gewinne bis 25 € sofort auszahlen. Bis 500 € darf sie die Auszahlung vorübergehend ablehnen.
Gewinne über 100.000 € in den drei obersten Gewinnklassen werden eine Woche nach der Ziehung fällig, am zweiten bundesweiten Werktag. So steht es in allen fünf Regelwerken.
Dann musst du nichts abholen. Die Lottogesellschaft überweist den Gewinn auf das Konto, das du in deinem Kundenkonto angegeben hast.
Steuern fallen auf den Gewinn nicht an. Warum das so ist, erklärt unser Ratgeber Gewinne und Steuern.
Dann wird es schwierig. Gewinne gibt es nur gegen eine gültige Spielquittung. Fehlt die Nummer darauf oder ist sie unlesbar, besteht nach den Teilnahmebedingungen kein Anspruch auf Auszahlung.
Eine Regel für eine ganz verlorene Quittung haben wir in keinem der fünf Regelwerke gefunden. Umgekehrt darf die Lottogesellschaft an jeden zahlen, der die Quittung vorlegt, solange sie nicht weiß, dass er nicht berechtigt ist.
Behandle die Quittung also wie Bargeld.
Ja, wenn ein Konto für sie hinterlegt ist. Holst du einen Gewinn nicht ab, überweist die Lottogesellschaft ihn dorthin: in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nach fünf Wochen, in Berlin Gewinne bis 500 € nach zehn Wochen.
Sie verfallen, sobald der Anspruch verjährt ist. Was dann mit dem Geld geschieht, regeln die Teilnahmebedingungen unterschiedlich genau:
In Niedersachsen bleibt das Geld damit bei den Spielern, nur bei anderen.
Warum es Lotto in Deutschland nur bei den Lottogesellschaften der Länder gibt, steht in unserem Stück zum Lottomonopol.